Eine Sommerfeld-Laterne 'Berlin No 1912'.

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Eine Sommerfeld-Laterne 'Berlin No 1912'.

Beitragvon -sd- » 14.06.2016, 17:34

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Text auf der Internetseite http://www.pelam.de

VIRGO - Sommerfeld-Laterne No. 1812:
http://forum.pelam.de/board18-fachberei ... n-no-1912/


Hallo zusammen,
am letzten Wochenende fiel mir diese recht seltene Laterne in die Hände,
Eine Sommerfeld / Berlin No 1912. Jörg Wekenmann war so freundlich
und hat mir bei der Identifikation geholfen. In der Zeit vor 1920 wurde sie
gebaut und war später unter dem Namen "virgo" mit 7 linigem Brenner
auf dem Markt. Das org. Glas ist auch dabei, Laterne und Glas sind mit Q. L.
markiert. Die guten 100 Jahre sieht man der Lampe nicht an.
Gruß Clemens

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Hallo und MOIN, MOIN, Jörg Wekenmann !

Ich erhoffe mir eine weiterführende Hilfe, ob die zitierte
'Sommerfeld Berlin No 1912' möglicherweise von einer
Firma Ed. (Eduard) Sommerfeld,
Alluminium- und Metallwaren-Fabrik in Berlin,
hergestellt wurde ?

Dieter Sommerfeld, Hamburg


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Jörg Wekenmann antwortete sachkundig:

Ja, es handelt sich bei Ed. Sommerfeld um die besagte Firma in Berlin !
Ihre Adresse lautet in den 20er Jahren:
Skalitzer Straße 32-33

Ich habe einen eigenen Ordner bei mir auf dem Rechner mit allen
auffindbaren Patenten, Warenzeichen, Prospekten, ... der sich nur um
Ed. Sommerfeld dreht.
Ende der 20er Jahre verkaufte Sommerfeld seine letzten Patente
an die Firma Fr. Stübgen, Erfurt, die diese Laternen dann unter ihrem
Namen weiter fertigte und verkaufte.

Ich kann Ihnen soviel noch mitteilen:
Erstes Patent von Eduard Sommerfeld 1882, sein letztes 1921.
Erste Bildmarkenanmeldung: 1896.
Letzte Bildmarkenanmeldung: 1925.

Patente und Bildmarken betreffen in erster Linie Sturmlaternen.


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Inzwischen habe ich mit Hilfe einiger Sammlerfreunde etwas mehr über die
Laterne herausbekommen. Von ihrem Merkmalen her entspricht die Virgo
No 337 fast vollständig der Kästner & Töbelmann Lloyd. Es ist davon auszu-
gehen, daß es sich um eine Export-Version der Lloyd handelt.
Vertrieben wurde die Virgo No 337 durch die Fa. Eduard Sommerfeld, Berlin.
Diese Firma war ein Großhändler und Exporteur von Laternen.

Es war damals durchaus üblich, die Laternen unter anderen Namen zu expor-
tieren. Die großen Laternenhersteller wie Frowo, Nier und Stübgen verfuhren
ebenso.

Die Lloyd wurde von vor 1910 bis Mitte der 1920er Jahre gebaut.
Interessanterweise gab es die Lloyd sowohl als Mischluft- als auch -
als Kaltluftlaterne.

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Ergänzende Anmerkung: Dummerweise habe ich nicht vermerkt und
mir auch nicht notiert, von wem ich den vorstehenden Hinweis erhielt.
Dieter Sommerfeld
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Re: Eine Sommerfeld-Laterne 'Berlin No 1912'.

Beitragvon -sd- » 06.09.2017, 20:47

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Unterlagen im Deutschen Museum.
Ed. Sommerfeld Aluminium- und Metallwarenfabrik, Berlin:
http://www.deutsches-museum.de/archiv/b ... hriften/e/


Quelle: Deutsches Museum
von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik, München.

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Weitere ergänzende Hinweise und Anmerkungen:
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Es handelt sich um die Aluminiumfabrik Ed. Sommerfeld in Berlin,
welche unter dem Kürzel ESB für die Wehrmacht Kochgeschirre,
Feldflaschen und Löffel herstellte. Der Hersteller war aber auch
schon im Ersten Weltkrieg zumindest als Hersteller von Feld-
flaschenbechern bekannt.

Faltprospekt 1936 von Ed. Sommerfeld Berlin (ESB)
für Feldflaschen, Kochgeschirre ...

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Manteuffelstraße 83
FIRMA EDUARD SOMMERFELD, Berlin SO 36, Skalitzer Straße 32-33

Barackenlager, 27.9.43 fertig, 264 Personen wohnhaft.
Bombenschäden vom 23. zum 24. November 1943.
Vermerk: “Lager vernichtet”. Wiederaufbau 1944. [K:178]

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