Sozialdemokrat Max SOMMERFELD.

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Sozialdemokrat Max SOMMERFELD.

Beitragvon -sd- » 16.04.2008, 23:48

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Max Sommerfeld,
* 25. Februar 1905 in Preußisch Stargardt, + 10. Juni 1967,
Volksschule, Gärtner,
SPD seit 1925, 1925-1927
2. Vorsitzender der SAJ in Danzig,
1931/32 Vorsitzender des Reichsbanners in Königsberg,
Gewerkschaftssekretär,
1927/28 Fachschule für Wirtschaft und Verwaltung in Berlin,
nach 1933 illegale Tätigkeit,
1939-1941 Kriegsdienst, Flüchtling,
nach 1945 Gewerkschaftsangestellter,
1959 Kreisvorsitzender in Stormarn,
1954 Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein.

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Ergänzende Hinweise:
Preußisch Stargardt,
Kreisstadt im preußischen Regierungsbezirk Danzig.

Max Sommerfeld (SPD) ist am 19. Januar 1954
für Bruno Diekmann (*1885, + 1957), CDU,
in den Landtag von Schleswig-Holstein eingetreten.

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Dankenswerterweise übermittelt von Hans-Dieter Zemke.

Quelle: http://www.geschichtswerk.de/gedenkbuch.html
Liste der sozialdemokratischen Opfer 1933-1945 aus Schleswig-Holstein
(unvollständig) nach Franz Osterroth.


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Ergänzende Hinweise:
http://forum.sommerfeldfamilien.net/vie ... php?t=3839

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Details zur Vita von Max Sommerfeld.

Beitragvon -sd- » 16.11.2012, 16:15

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Ergänzung zur Vita:

Sommerfeld wird in Pr. Stargard geboren und früh Waise. Nach sieben Jahren Volksschule absolviert er eine Gärtnerlehre.
1923/24 engagiert er sich in Danzig im Berufsverband der Gärtner, nach dessen Zerfall und dem Neuaufbau der frei-
gewerkschaftlichen Organisation wird er deren Vorsitzender. 1923 wird er Mitglied der SAJ und tritt als Redner bei Veran-
staltungen auf. 1925 tritt er in die SPD ein. 1927/28 besucht mit einem Stipendium des ADGB die staatliche Fachschule für
Wirtschaft und Verwaltung in Berlin-Schmargendorf.

Seit 1929 ist er Gewerkschaftssekretär in der Bezirksverwaltung im Gesamtverband der Arbeitnehmer öffentl. Betriebe
Personen- u. Nahverkehr in Königsberg/Pr., dort auch Vorsitzender des freigewerkschaftlichen Jugendkartells
.
Er redet in Wahlversammlungen der SPD. 1931/32 wird er Vorsitzender des Ortsverein Königsberg/Pr. des Reichsbanners
Schwarz-Rot-Gold.

Im Januar 1933 wird er nach Lübeck versetzt und spricht im März 1933 in Schlutup für den erkrankten Dr. Solmitz.
Nach der Übernahme des Gewerkschaftshauses kündigt er am 15. Mai und geht zurück nach Königsberg.

In Königsberg entgeht er durch seine Abwesenheit zunächst der Verhaftung und behält auch seinen Auslandspaß, wodurch
er der einzige ist, der noch in die Freie Stadt Danzig reisen kann. Durch Kontakte zu den Genossen im Internationalen
Transportarbeiterverband der Eisenbahnergewerkschaft in Danzig bekommt er Zugang zu verbotenen Schriften, beteiligt
sich an deren Schmuggel und organisiert heimliche Zusammenkünfte von früheren SPD-Funktionären. Einige Monate ist er
im Arbeitslager Gronowken interniert.

1939 wird er Soldat, 1941 für kriegswichtige Transportarbeiten freigestellt, alte politische Freunde organisieren einen
Einsatz bei der Straßenverkehrgenossenschaft in Königsberg. Im Februar 1945 flieht Sommerfeld auf dem Seewege nach
Pommern und kommt mit seiner Familie im Lastwagentreck nach Reinfeld / Holstein. Zwei seiner Schwestern kommen in
Königberg um, seine Schwiegereltern werden vermißt.

Sommerfeld beruft die erste Flüchtlingsversammlung in Reinfeld ein, wird nach 1946 Flüchtlingsvertreter im Vorstand des
Kreisvereins Stormarn der SPD und später Vorsitzender. Als Nachrücker wird er Abgeordneter im Schleswig-Holsteinischen
Landtag (19.1.1954 - 6.8.1954). Er arbeitet als Gewerkschaftssekretär in Hamburg.

Veröffentlichungen:
'Zur Arbeiterbewegung in Ostpreußen' In 'Mitteldeutscher Heimatbote'.
und mit W. Matull: 'Der Anteil der ostpreußischen Arbeiterbewegung am Widerstand gegen den Nationalsozialismus',
Jahrbuch der Albertus-Universität zu Königsberg/Pr., Würzburg 1967.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten Hamburg.

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