Sowjetische Speziallager in Deutschland.

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Sowjetische Speziallager in Deutschland.

Beitragvon -sd- » 13.09.2012, 15:39

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Sowjetische Lager in Deutschland
von Jan Lipinsky MA, Historiker, Bonn:
http://www.uokg.de/Text2/Mit-Sachs03.htm

1. 1945: Lagereinrichtung in Deutschland.
2. Zum Begriff 'Sowjetisches Speziallager'.
3. Das Lagersystem in Deutschland.
4. Wozu nutzten die Kommunisten Speziallager in Deutschland ?
5. Wer zählt zu den Opfern der Speziallager ?
6. Wie sah der Alltag in den Speziallagern aus ?
7. Warum wurden die Speziallager aufgelöst ?
8. Was geschah mit den Opfern der Speziallager ?

Quelle:
Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.
Arbeitsgemeinschaft Lager Sachsenhausen 1945-1950 e.V.
http://www.uokg.de/Text2/Mit-Sachs03.htm

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Otto SOMMERFELD + 1948 im NKWD-Lager Mühlberg / Elbe.

Beitragvon -sd- » 01.05.2017, 09:55

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Otto SOMMERFELD * 1890, + am 10. Mai 1948
NKWD-Speziallager Nr. 1 in Liebenwerda-Neuburxdorf (Elbe-Elster)

http://grabsteine.genealogy.net/indilis ... 28&lang=de

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Erläuterungen zum NKWD-Speziallager Nr. 1:

Hier befinden sich Massengräber mit Toten des Speziallagers Nr 1, Mühlberg/Elbe.
Das sowjetische NKWD/MWD inhaftierte hier zwischen 1945 und 1948 Menschen,
die als NS-Täter oder Gegner der stalinistischen Besatzungsherrschaft angesehen
wurden.

Eine rechtsstaatliche Feststellung von Unschuld oder Schuld erfolgte nicht.
Vielmehr wurden Männer, Frauen und Jugendliche willkürlich verhaftet und unter
katastrophalen Lebensbedingungen festgehalten.

Von etwa 21.800 Insassen starben infolge der schrecklichen Zustände im Lager
nachweislich über 6.700 an Hunger und Krankheiten
.

Die Toten brachte man im Morgengrauen aus dem Lager und warf sie nackt und
anonym, ohne Beerdigungszeremonie, in die Gruben. Angehörige erhielten über
das Schicksal der Opfer keine oder falsche Nachrichten.

In der SBZ/DDR wurde die Existenz von Speziallagern offiziell verschwiegen.
Blumen, die Angehörige hier niederlegten, wurden durch ostdeutsche Behörden
sofort entfernt. Ernst nach 1989/90 war es den Angehörigen möglich, Kreuze
aufzustellen oder Gedenksteine zu errichten. Die Öffnung sowjetischer Archive
bot die Chance, den meisten Toten hier ihre Namen und damit ein Stück Würde
zurück zu geben.

Die Sichtachse des Kreuzes weist nordöstlich in Richtung des Kriegsgefangenen-
friedhofs Neuburxdorf. Dort ruhen Gebeine von Toten des Kriegsgefangenenlagers
Stammlager IV B. Es existierte von 1939 bis 1945 auf dem Gebiet des späteren
Speziallagers Nr 1 Mühlberg/Elbe.
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