Jakob Sommerfeld aus Wiesbaden, Oranienstraße 45.

SOMMERFELD(T) - Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft.

Moderator: -sd-

Jakob Sommerfeld aus Wiesbaden, Oranienstraße 45.

Beitragvon -sd- » 13.09.2012, 23:36

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Jakob Sommerfeld * am 22. Februar 1887 in Glogow / Galizien.
Zuletzt wohnhaft in Wiesbaden, Oranienstraße 45.
Deportation nach Auschwitz am 29. Juli 1942,
+ am 29. September 1942 im KZ Auschwitz

Quelle: Wiesbadener Opfer der Shoah
http://www.paul-lazarus-stiftung.de/wp- ... 110720.pdf

Wenn Sie Rückfragen haben, wenden Sie sich bitte an > info(at)paul-lazarus-stiftung.de

------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Übermittelt von Hans-Dieter Zemke.



---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Auszug aus dem ausführlichen Artikel 'Erinnerung zurzeit nicht öffentlich'
von Thomas Karschny am 03. August 2012 im WIESBADENER TAGBLATT:

Dokumentiertes Gedenken an Jente Jettie Still und Jakob Sommerfeld.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden über 1.000 Wiesbadener Juden in die Vernichtungslager im Osten
deportiert und dort ermordet
. Unter den Opfern waren auch Jente Jettie Still, damals wohnhaft in der Dotz-
heimer Straße 31, und Jakob Sommerfeld aus der Oranienstraße 45. An beide erinnern seit gestern zwei neue
zeitgeschichtliche Dokumente - Erinnerungsblätter genannt - im Aktiven Museum Spiegelgasse für
deutsch-jüdische Geschichte (AMS).

Jakob Sommerfeld kam in Auschwitz ums Leben. Der Wiesbadener Kaufmann war bereits frühzeitig vor
den Nazis erst nach Belgien und anschließend nach Frankreich geflohen. Doch nachdem deutsche Truppen
nahezu den gesamten europäischen Kontinent besetzt hatten, war er auch hier nicht mehr sicher. Ende Juli
1942 wurde er aufgegriffen und über das Durchgangslager Drancy nach Auschwitz deportiert. Seinen
beiden Brüdern Schulim und Samuel dagegen gelang die Flucht nach Kuba und in die Vereinigten Staaten.


Mit den Erinnerungsblättern wird des Lebens der in der Zeit des Nationalsozialismus deportierten Wiesbadener
Juden gedacht.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Benutzeravatar
-sd-
Site Admin
 
Beiträge: 6686
Registriert: 05.01.2007, 17:50

Zurück zu Shoah

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron