Lubsko, das frühere Sommerfeld in der Niederlausitz.

Informationen und Illustrationen zu einer Vielzahl von Städten, Orten, Dörfern, Wohnplätzen sowie Straßen, die mit Sommerfeld bezeichnet wurden oder auch heute noch so heißen.

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Lubsko, das frühere Sommerfeld in der Niederlausitz.

Beitragvon -sd- » 16.02.2007, 18:08

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http://www.mapywig.org/m/German_maps/19 ... erlitz.jpg

Allgemeine Informationen zur Stadt Sommerfeld, dem heutigen polnischen Lubsko:
183 qkm Fläche, davon 47,4 Prozent Ackerboden und 44,1 Prozent Waldfläche.

20.678 Einwohner, davon 12.167 im arbeitsfähigem Alter.
976 wirtschaftliche Einheiten.
88 Übernachtungsplätze.
Bürgermeister: Bogdan Bakalarz

Die Gemeinde Lubsko liegt in nördlichen Teil des Kreises Żary. In direkter Nachbarschaft liegen die Gemeinden Brody und
Tuplice. Lubsko grenzt an die Kreise Krosno und Zielona Góra.

Lubsko wird von der Stadt Lubsko und 18 Dörfern (Białków, Chełm Żarski, Chocicz, Chocimek, Dąbrowa, Dłużek, Grabków,
Górzyn, Kałek, Lutol, Mierków, Mokra-Małowice, Osiek, Raszyn, Stara Woda, Tuchola Żarska, Tymienice, Ziembikowo) gebildet.

Die Selbstverwaltung von Lubsko arbeitet mit drei Städten zusammen – mit Vlotho (Deutschland) aufgrund eines Abkommens
von 1992, Helsinge (Dänemark) aufgrund eines Abkommens vom Jahre 1996 sowie Forst – Lausitz seit dem Jahre 2000.

Lubsko ist eine von den ältesten Städten der Wojewodschaft Lubuskie und besteht bereits seit vor 1260. Die Ortsbezeich-
nung 'Sommerfeld' = Lubsko erscheint zum erstenmal im Jahre 1258. Die älteste Geschichtsquelle über Lubsko ist ein Doku-
ment aus dem Jahre 1283 vom Markgrafen von Meißen Heinrich dem Würdigen. Lubsko hat Kraft dieses Dokuments das
Magdeburgs Recht erhalten und die Einwohner eine Reihe von Privilegien.

Einige hundert Jahre lang war Lubsko Eigentum von Rittergeschlechtern. In ihrer Geschichte gehörte die Stadt Sommerfeld
zu Böhmen, Sachsen, Brandenburg und Preuβen.

Auf dem Schloβ zu Lubsko saβen die Geschlechter Pack, Biberstein, Kotwicz und Beerfeld. Seit dem 1800 hat zur schnellen
Entwicklung der Stadt die Keramik- und Textilindustrie beigetragen. Es gab zeitweilig zwölf Textilwerke, in denen fast 1.650
Personen arbeiteten. Ebenso gab es acht Keramikwerke mit 450 Beschäftigten.

Im Juli 1846 Jahre erschien zum erstenmal eine Ausgabe der Stadtzeitung 'Wochenblatt für die Stadt Sommerfeld und Umge-
bung'. Diese Zeitung gab es 100 Jahre.

Am 1. September 1846 fuhr durch Sommerfeld der erste Zug der Eisenbahnstrecke Breslau - Berlin.

In Sommerfeld wurde der Pastor und Historiker Joachim Möller, Autor der Chronik von Sommerfeld, geboren. Hier wurde auch
Johannes Rak – hervorragender sorbischer Dichter und Gelehrter der Renaissancezeit, geboren. Seine Jugendzeit verbrachte
der spätere Nobelpreisträger im Bereich der Medizin im Jahre 1939, der Professor Gerhard Domagk in Sommerfeld (1895-1964).

Sehenswürdigkeiten:
Das Rathaus aus dem Jahr 1580, die Kirche des Heiligsten Herzens Jesu aus dem 1908, die Marienkirche aus dem XIII. Jahr-
hundert, Reste des mittelalterlichen Stadtmauer mit der spätgotischen Brama Żarska -Sorauer Tor (in Lubsko), Kirche aus dem
1687 (in Chocicz), Kirche aus dem XIV. Jahrhundert und der Palast aus dem XVII. Jahrhundert (Dłużek), Wohndorf aus dem XV.
Jahrhundert (Górzyn), Reste des Gutshofs aus dem XV. Jahrhundert (in Osiek), ein barocker Palais aus dem XVIII. Jahrhundert,
eine Kirche aus dem Jahr 1597 (Tuchola Żarska) sowie die Kirche aus dem XIX. Jahrhundert (Lutol).

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