Eines der ältesten schlesischen Adelsgeschlechter.

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Eines der ältesten schlesischen Adelsgeschlechter.

Beitragvon -sd- » 12.08.2009, 12:59

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Sommerfeld. Eines der ältesten, schlesischen Adelsgeschlechter,
welche schon im 13., 14. und 15. Jahrhundert mehrfach vorkommt.

Als Stammhaus wird das bereits 1294 vorkommende Schloß und Städtchen Sommerfeld unweit Crossens genannt.

Der Angabe, daß die Familie aus Siebenbürgen stamme und sich von da im 17. Jahrhundert der Religionsunruhen
wegen in die diesseitigen Staaten gewendet habe, ist - abgesehen von anderem - entgegenzusetzen,
daß dieselbe schon im 16. Jahrhundert in Schlesien und der Niederlausitz ansehnlich begütert war.

Das Geschlecht Sommerfeld saß schon
1541 zu Drewitz unweit Cottbus und in Schlesien,
1545 zu Temnitz bei Frankenstein,
1571 zu Falkenhain bei Neumarkt,
1580 zu Nerckwitz,
1592 zu Warthau,
1596 zu Brünich,
1596 zu Alzenau, Haeslicht und Hoberg,
erwarb dann mehrere andere Güter und war noch
1753 zu Mittel-Arnsdorff im Schweidnitzischen,
1776 zu Ellguth im Trebnitzischen,
1785 zu Jacobsdorf,
1808 zu Roth-Kirschdorf im Schweidnitzischen
begütert.


Ernst von SOMMERFELD und FALKENHAIN auf Bellmansdorf starb 1614 als Klostervoigt zu Marienthal.

Christoph von SOMMERFELD war 1621 Herr auf Cunersdorf in der Ober-Lausitz und wurde 1621, weil er in den
böhmischen Unruhen auf der Seite des Königs Friedrich von der Pfalz gestanden hatte, von dem kaiserlichen
Begnadigungs-Acte bis auf weiteren Bescheid ausgeschlossen.

Christoph Ernst von SOMMERFELD - ein Sohn des genannten Klostervoigts -
Herr auf Ober- und Nieder-Grunau, herzoglich Briegisch-Wohlauischer Rat,
der Fürstentümer Schweidnitz und Jauer Ober-Rechts-Beisitzer usw., starb 1685,
und von seinen Söhnen blieb Christoph Heinrich von SOMMERFELD 1688 als kaiserlicher Capitain vor Belgrad.

Ernst Abraham SOMMERFELD, kaiserlicher Oberstlieutenant, verlor sein Leben,
als 1690 Belgrad an die Türken übergeben wurde, und Franz Albrecht von SOMMERFELD auf Schmochwitz,
Grunau usw, des Fürstentums Liegnitz Ober-Steuer-Einnehmer, welcher oft bei wichtigen Landes-Angelegenheiten
am kaiserlichen Hofe verwendet worden war, wurde 1691 in Folge eines Schlagflusses tot im Bett gefunden.
Letzterer hinterließ unter anderen Söhnen die Gebrüder Christoph Ernst von SOMMERFELD und FALKENHAIN
auf Hundorf usw., seit 1715 Ober-Land-Schreiber der Fürstentümer Jauer und Schweidnitz,
und Franz Albrecht von SOMMERFELD auf Jacobsdorf, welcher 1735 als königlicher Mann-Rechts-Beisitzer starb.

Mehrere Sprossen des Stammes lebten in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auch im geistlichen Stande.
Bernhard Benedict von SOMMERFELD auf Birkholz, Domherr zu Groß-Glogau, Probst zu Liebenthal und Erzpriester,
starb 1729. Um dieselbe Zeit war Carl Ferdinand von SOMMERFELD Domherr und Consistorial-Rath zu Breslau,
und Elias Daniel von SOMMERFELD, Episcopus Leontopolitanus, Weihbischof und Domherr zu Breslau, starb 1742.
Letzterer war sehr reich, vermachte aber sein ganzes Vermögen dem Dom zu Breslau, indem er das letzte katho-
lische Mitglied der Familie war und seine evangelischen Stammverwandten in seinem Testament ausschloß.

George Friedrich von SOMMERFELD kommandierte 1733 die Exekutionstruppen zu Mühlhausen als königlich
großbritannischer Oberst und wurde 1738 Generalmajor.

Später haben bis auf die neueste Zeit mehrere Glieder der Familie in der königlich preußischen Armee gestanden,
von denen namentlich Carl August von SOMMERFELD auf Harpersdorf bei Löwenberg, zu nennen ist, welcher um
1836 Generalmajor und Brigade-Kommandeur war.

Quellen:
Lucae 'Schlesische Merkwürdigkeiten', S. 1851.
Sinapius 1, Seite 916 und 2, Seite 1018.
Gauhe I, Seiten 2357 - 2359.
Zedler, Seiten 697 - 699.
N. Pr. A.-L. IV, Seiten 221 und 222.
Freiherr von Ledebur II, Seite 457.
Siebmacher I / 60 / von Sommerfeld, schlesisch.


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Von Harpersdorf erhaltene Kirchenbücher.

Beitragvon -sd- » 04.09.2017, 22:05

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In Berlin und Leipzig sind keine Kirchenbücher von Harpersdorf vorhanden.
Die erhaltenen Kirchenbücher von Harpersdorf befinden sich im Archiv in
Liegnitz. (Die katholischen Bücher wurden von den Mormonen verfilmt.)

Heiko Klatt, Berlin
http://ahnenforschung-klatt.de

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