August SOMMERFELD, Kreis Wloclawek.

Weltkriegsopfer namens SOMMERFELD(T) - u.a. Nennungen auf Gefallenen-Denkmälern.

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August SOMMERFELD, Kreis Wloclawek.

Beitragvon -sd- » 20.10.2018, 11:40

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Kriegshandlungen in Polen 1918-1920.
Gedenktafeln zur Ehrung gefallender Soldaten evang.-augsb. Konfession.


Am Sonntag, den 22. Januar l.J., also am 65. Jahrestag des Januar-Aufstands,
findet in der evang. Garnisonkirche Warschau-Mokotow nach einem Gottesdienst
die feierliche Enthüllung zweier Gedenktafeln zu Ehren der für Polen gefallenen
Soldaten evang.-augsb. Konfession statt. Die Tafeln werden zu beiden Seiten
der Haupttür in der Kirche angebracht werden und folgende Inschrift haben:
Den Soldaten evangelisch-ausgburgischer Konfession, die in den Jahren 1914-
1920 Schulter an Schulter mit ihren Landesbrüdern anderer Konfession für die
Auferstehung und Unabhängigkeit Polens gekämpft und ihr Leben zum Opfer
gegeben haben, einer ganzen Legion von Helden, von denen wir nebenan nur
einige Vertreter aus den verschiedenen Gebieten, Heeresformationen, Fronten,
Waffenarten, Soldaten der verschiedenen Dienst- und Rangordnungen aufzählen -
allen diesen wahrhaften Kämpfern und gefallenen Söhnen des Vaterlandes sei
Ehre und Ruhm.

Krieg zwischen Polen und Bolschewien.

August SOMMERFELD, Kreis Wloclawek,
81. Grodziensker Inf.-Reg.,
+ 14.11.1920 bei Mejszagola, Kreis Wilna.

Die erste Tafel wird eine Art Gedenktafel für den Unbekannten Soldaten evang-Augsb.
Konfession sein, welcher an allen Fronten in den Jahren 1914-1920 gekämpft hat. Ein
Beweis für die Tatsächlichkeit dieser Behauptung soll die zweite Tafel sein.

Obwohl unserem Militärseelsorger nur ein Teil der Namen gefallener polnischer Soldaten
evang. Konfession zugegangen ist und von diesem einigen Hundert registrierten Ausweisen
sich kaum 28 Namen auf der Tafel befinden, wurde die Auswahl so getroffen, daß jedes
Gebiet und jeder wichtige Mittelpunkt Evangelischer einerseits, andererseits jede Heeres-
formation und Front, jede wichtigere Aktion, jede Waffen- und Dienstgattung und jeder
Militärrang vom Gemeinen bis zum Obersten hier ihre Vertreter haben.

Wir bemerken bei dieser Gelegenheit, daß die Warschauer Gemeinde zu Ehren ihrer
gefallenen Söhne bereits in der eigenen Kirche eine Gedenktafel errichtet hat und in
der Garnisonkirche nur die Namen berücksichtigt wurden, die sich auf jener Tafel nicht
befinden. Man kann damit rechnen, daß alle unsere Gemeinden der Initiative der
Warschauer Gemeinde folgen werden. Deshalb soll auch die Errichtung der Gedenktafeln
in der evang. Garnisonkirche der Hauptstadt für eine allgemeine Abtragung der Ehren-
schuld der evangelischen Gesellschaft gegenüber ihrer gefallenen Helden angesehen
werden. …..

Quelle: Der Friedensbote, 22. Januar 1928

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