Seit 1945 vermißtes Kind Annemarie Ursel PENNO.

Moderator: -sd-

Seit 1945 vermißtes Kind Annemarie Ursel PENNO.

Beitragvon -sd- » 28.07.2015, 14:19

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Seit 1945 vermißtes Kind Annemarie Ursel PENNO * 16. Mai 1944.
Dezember / Januar 1944/45 im Lodzer Kinderkrankenhaus (Anna Maria Hospital).
Evakuierung, als ein Angriff auf Lodz erfolgte, evtl. nach Samotschin.
Dort verliert sich die Spur des Kindes, das von der Mutter Hulda PENNO
gesucht wurde.

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Freundlicherweise mitgeteilt von Beate Harbich-Schönert.


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Hallo Beate (Harbich-Schönert), hallo Matthias (Kobuß),

wir hatten ja längere Zeit keinen persönlichen Mail-Austausch und so hoffe ich,
daß es jedem von Euch - vor allem gesundheitlich - gut geht.

Ihr habt am 23. März 2009 die nachfolgenden Mails ausgetauscht. Diese würde
ich gern, wenn Ihr es erlaubt, im SOMMERFELD-FORUM zu den dort vorkom-
menden PENNO-Nennungen ergänzend hinzufügen wollen. Es sind - finde ich -
interessante familiengeschichtliche Informationen.

Über eine positive Mitteilung und Euer jeweiliges Einverständnis
würde ich mich sehr freuen.

In auch schon langjähriger Verbundenheit
grüßt

Dieter (Sommerfeld), Hamburg

Im SOMMERFELD-FORUM finden sich 24 PENNO-Beiträge. Siehe:
search.php?keywords=Penno


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Liebe Mitforscher!

Ich habe mich mit folgender Mail an die Stadtverwaltung in Szamocin gewandt:

> Eine alte Dame, Hulda Penno, vermisst noch immer ihre Tochter
> Annemarie Ursel Penno (Anna Maria Urszula) * 16. Mai 1944.
> Das Kind befand sich im Januar 1945 im Lodzer Kinderkrankenhaus.
> Die Insassen wurden wegen des Einmarsches der Russen nach
> Szamocin verlegt. Dort besuchte Frau Hulda Penno noch einmal
> ihre kleine Tochter. Aber sie durfte sie nicht mit nach Hause nehmen.
> Später bekam sie keine Nachricht mehr, und auch alle Nachforschungen
> deutscher Suchdienste waren erfolglos.
> Inzwischen ist Hulda 84 Jahre alt und möchte vor ihrem Tod wissen,
> was aus ihrer Tochter geworden ist. Vielleicht lebt sie noch ? Oder
> wenn sie verstorben ist, dann wurde sie vielleicht christlich beerdigt
> und es findet sich ein Eintrag bei der Kirche.

Unabhängig davon schreibe ich auch hier, denn zusätzliche Informationen
sind immer hilfreich.

Frau Penno besuchte - wie gesagt - nochmal ihre Tochter in Samotschin,
als dieses schon in russ./poln. Hand war. Die Evakuierung des Lodzer
Kinderkrankenhauses war wohl nicht ganz geglückt bzw. erfolgte zu spät.
Sie sah außer ihrer Tochter eine Reihe von Kindern in einem Gebäude in
Samotschin, das möglicherweise gar kein Krankenhaus war. Alle Kinder
lagen in Kinderbettchen und waren ordnungsgemäß ausgeschildert,
aber sie war die einzige Angehörige, die sich bis zu diesem Zeitpunkt
- Februar 1945 (?) - dort gemeldet hatte. Jedoch durfte sie wegen des
Gesundheitszustandes der Kleinen diese nicht mit nach Hause nehmen.

In der Hoffnung, Frau Penno helfen zu können
verbleibe ich mit Gruß !
Beate Harbich-Schönert

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Am 23.03.2009 schrieb Matthias Kobuß:

Ich kann leider nicht wirklich helfen, sondern nur den Hinweis geben,
daß es in meiner Familie diesen Familiennamen gibt. Meine Urgroß-
mutter ist Olga PENNO / PENNAU. Sie starb 1980 92jährig. Sie war
eine gutherzige Frau. Sie wurde in Shitomir geboren. Im Archiv in
Shitomir sagte mir 2002 die Angestellte dort, daß PENNO und PINNO
auf die gleiche Familie zurück geht.

Zwei Brüder meiner Urgroßmutter wanderten in den zwanziger Jahren
des letzten Jahrhunderts mit der Mutter Dorothea geb. KRETSCHMANN,
nach Argentinien aus. Soweit wir wissen, kam diese Familie auch aus
Kongreßpolen, wanderte aber nach Wolhynien aus. Ich bin fast sicher,
daß es familiäre Verbindungen gibt. Nur welche, weiß ich nicht.

Der Mann meiner Ururgroßmutter Dorothea hieß Gottlieb PENNAU.
Er wurde 1858 in Lesowtschina geboren. Seine Frau war die bereits
erwähnte Dorothea (Julianna ?) KRETSCHMANN. Vielleicht kann sich
Hulda an diese Namen erinnern ?
Die Kinder der Eheleute Gottlieb und Dorothea PENNAU waren Lina,
Auguste, Olga, Daniel, Benjamin, August, Julius, Daniel Jonathan und
Julia.

Matthias Kobuß

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